Atom - Band THE EYE

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"Prypjat" & "Majak" - EP Ausschnitt
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ATOM

Play Format Standart

Time 01:18:39

01 Prypjat

00:26:04

02 Atom

00:54:35

 
 
 

Lyrics


Hintergrund zu Prypjat und Majak. Weitere Informationen unter jeweiliger EP ersichtlich.

Prypjat:

Am 26. April 1986 um 1.23 Uhr trifft Schichtleiter Alexander Akimow im Kontrollraum des vierten Blocks des Wladimir-Iljitsch-Lenin-Kernkraftwerks Tschernobyl die verhängnisvolle Entscheidung, die Hauptkühlmittelpumpe abzuschalten. Unmittelbar darauf erhitzen sich die Uranstäbe. Steuerstäbe senken sich in den Reaktorkern, dabei heizen deren Graphitspitzen die Kettenreaktion an, die sich nun nicht mehr kontrollieren läßt. Die Leistung steigt um das Hundertfache, Alarmanlagen heulen auf, im Reaktor platzen die ersten Kühlrohre. "Verdammt, ich verstehe das nicht. Wir haben doch alles richtig gemacht", schreit Akimow in das Getöse. Gleich darauf geht im Kontrollraum das Licht aus, Scheiben bersten, eine Detonation erschüttert den Raum. Was als Sicherheitstest begann, entwickelt sich zur größten Katastrophe in der Geschichte der zivilen Nutzung von Kernenergie: Block vier des Kernkraftwerks explodiert.

Majak:

Die Anlage zum Bau von Kernwaffen wurde zwischen 1945 – 1948 in der Oblast Tscheljabinsk bei Osjorsk bzw. Kyschtym errichtet. Bis zu 25.000 Menschen waren hier beschäftigt. Kontaminiertes Wasser wurde in den Fluss Tetscha eingeleitet. Nachdem dies zu einer starken Umweltbelastung entlang des Flusslaufs geführt hatte, wurde ab 1951 der flüssige radioaktive Abfall primär in den Karatschai-See abgeleitet, der keinen oberirdischen Ablauf besitzt. Diese Praxis wurde bis mindestens 1953 beibehalten. Eine Dürre-Periode führte zu einem absinkenden Wasserspiegel des als Zwischenlager genutzten Karatschai-Sees. Starke Winde verfrachteten in der Folge radioaktiv belastete Sedimentstäube von den trockenen Ufern über ein Gebiet von 1.800 bis 5.000 km2. Der Karatschai-See gilt heute als einer der am stärksten radioaktiv belasteten Orte der Erde. Zwischen 1978 und 1986 wurde der See mit Beton aufgefüllt und vollständig abgedeckt, um weitere Sedimentbewegungen zu verhindern. Es kann für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden, dass das Wasser des Sees über Grundwasserströme in Kontakt mit dem Fluss Tetscha und damit dem Ob kommt. Auf diese Weise könnte die Radioaktivität auch den Arktischen Ozean erreichen. Wenn sich die Radioaktivität des Karatschai-Sees in den Arktischen Ozean, eine der letzten großen Wildnisse, ergießen sollte, könnte sie die halbe Erde erreichen.



 
 
 
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