Cocoon - Band THE EYE

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" Kapsel des Lebens "
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COCOON

Play Format Gapless

Time 01:09:05

01 Der Baum

00:06:31

02 Der Überbringer

00:04:27

03 Kapsel des Lebens

00:06:59

04 Fremder Atem

00:05:48

05 Fürsorge einer Mutter

00:06:00

06 Mit ihrem Tod das Leben beginnt

00:09:03

07 Gottes Hand

00:03:50

08 Freiheit des Glaubens

00:05:14

09 Cocoon

00:03:56

10 Die Hülle bricht

00:02:45

11 Das Zweite Leben

00:06:36

12 Ein kleiner Garten zum Universum wird

00:07:46

 
 

Lyrics


Ein einsamer Baum, irgendwo am Feldesrand.

Knochig und alt stand er da, um ausgewählt zu werden, im Schutze seines eigenen Daseins ein Leben heranreifen zu lassen.
In einer dunkelnden Nacht näherte sich im vorsichtigem Flug ein Individuum. Im Schein des Mondes umkreiste es eine Ewigkeit das alte Holz.
An einem Ast lies es sich nieder, um hier loszuwerden, die mitgebrachte Last.
Der Überbringer krallte sich fest in die Rinde des alten Baums, ständig auf der Hut nach Feinden, die nach sein Leben trachteten.
Der kleine Körper spannte sich an und mühte sich, sein Werk zu vollrichten, eine Kapsel aus unendlich langem Faden zu spinnen. Aufgezwungen von höherer Kraft, die in seinem Inneren herrschte war nach Stunden das Gebilde erbaut und sollte nun die innerliche Last empfangen.

Dem Tode nah erfüllte das Wesen seine Pflicht und brachte aus ihrem Körper eine Frucht hervor und lies sie sanft ins Gespinst gleiten.
Es wandelt sich, am Boden der Hülle ein neues Leben, noch regungslos und zu tiefst verletzlich.
Das Wesen wusste nur, es muss die Brut beschützen. Mit weiterem Faden aus dem Körper schloss es das im Mondschein weiß leuchtende Gespinst und erhob sich in die dunkle Nacht.
Es umkreiste abermals das alte Geäst und versank in dessen Tiefe.

Der Atem wurde mit jedem Flügelschlag schwerer und die Erde schien nach ihm zu greifen.
Nach sinnlosen Kampf gegen die unbekannte Macht gab das Wesen auf und stürzte zu Boden. Der kleine Körper zuckte und windete sich um sich selbst, der Tod aber keine Gnade kannte.
Die Natur fällte ihr hartes Urteil, mit des Wesens Tod ein neues zu erschaffen. Die Natur ist die wahre Freiheit und braucht keinen Gott, keinen trügerischen Glauben, jener Glaube, der Befiehlt, spaltet und kriegt.

Möchte sein wie das werdende Leben in diesem Cocoon, am Baum werde ich reifen, beschützt nur von der wahren Mutter aller Mütter, der Natur. Nur sie vermag ein reines Leben zu gebären.
Meine Hülle bricht und ich falle auf ihr herab ohne Angst und Schmerz.
Kein Kampf, kein pflichtendes Bringen, mein Erdenplatz ist einfach da.

Fallen möchte ich, in ein neues Leben, im Einklang mit ihr, der reinen Natur. Ein Teil der Unverzichtbarkeit werden, gelobt vom lieblichen Gehorsam an ihr.

Keinen Gedanken werde ich tragen, frei sein von allen Emotionen, womit der Mensch bestraft, der kleine Garten um diesen Baum mein Universum wird.



 
 
 
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