Ghost - Band THE EYE

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" Child Game "
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GHOST

Play Format Gapless

Time 00:54:51

01. THE WAY BACK

00:10:52

02. COLD CASTLE

00:06:26

03. CHILD GAME

00:05:04

04. HUNTING BY THE CASTLE

00:04:05

05. THE GHOST

00:03:47

06. THE INSANITY OF THE LONELINESS

00:15:31

07. SEARCH ME

00:02:29

08. I CANNOT SLEEP

00:04:17

09. EVERLASTING LIFE

00:02:01

 
 
 

Lyrics


Vor 800 Jahren wurde im heutigen Schottland auf einem großen Anwesen ein Junge Namens Male geboren.
Er und seine ältere Schwester wurde die aufopfernde Mutterliebe nur kurz zu teil. Im Vierten Lebensjahr des Jungen verstarb die Mutter an Tubakolose. Der Vater war selten zu Hause und somit kümmerten sich die Angestellten des Schlosses um die Erziehung. Durch den  immensen Reichtum mangelte es nicht an ausgesuchten Personal wie Lehrer, Kutscher, Dienerwirtschaft und Kochpersonal. Nach Jahren der Sorglosigkeit ließen jedoch die Geschäfte des Vaters nach, er blieb immer öfter weg mit längeren Aufenthalten in fernen Ländern.
Wochen später verschlechterten war kaum noch Verdienste zu verzeichnen, so das der Vater  einige Angestellte vom Personal fort schicken mußte, sich von einem großen Teil kostbaren Mobiliar des weit über 80 Räumen großen Bauwerks trennte, um Fehlinvestitionen auszugleichen. In über 40 Räumen wurden die Bilder abgehangen, Möbel und Stoffe entfernt. Nichts verblieb in diesen Räumen, ein Teil des Hauses komplett  geräumt. In den nun leer stehenden Südflügel zog es den Jungen immer wieder gerne hin um schnell wie der Blitz durch die Räume und Säle der Etagen zu rennen. Man mußte ihn ständig suchen, den er vergaß hier jegliche Zeit. Der Vater ließ nach mehrmaligen bitten der Angestellten und zur Sicherheit der Kinder sämtliche Zugangstüren und Fenster dieses Komplexes zumauern. Monate gingen ins Land und beim Versteckspielen der Kinder in dem riesigen Garten fand der Junge hinter einer Rosenhecke eine Öffnung unterhalb des Südflügels.
Es war eng und verlief schräg nach oben ins Innere. Ein gutes Versteck dachte sich Male und zwang sich in dieses Loch. Erst nach Minuten voller Anstrengung sah er ein schwachen Lichtschein am Ende des Tunnels. Ein paar Meter vorm Ausgang blieb er mit seinen Kleidern an einem Riegel an der Wand  hängen. Mit aller Kraft zog er sich weiter bis mit einem dumpfen Schlag sich hinter ihm eine Klappe verschloß. Er kroch aus der Öffnung und stand in der ehemaligen Angestelltenküche des Südflügels.

Das Sonnenlicht drang durch etlichen Fugen der zugemauerten Fenster. In diesen Zustand fand er auch die oberen Stockwerke und den riesigen Boden vor. Alle Fenster und die Zugänge zum Rest des Schlosses  waren zugemauert. In manchen Räumen konnte er vor Dunkelheit nichts erkennen. Er bekam es mit der Angst zu tun und suchte verzweifelt nach einem Ausgang. Er kroch zurück in das Loch, doch diese Klappe ließ sich nicht öffnen. Sein ganzer Körper fing an vor Angst  zu zittern, er wurde immer nervöser und Tränen zeigten sich auf seinem Gesicht. Mit aller Kraft klopfte er gegen Türen und Mauern, rannte von einem ins andere Stockwerk um irgendwo eines Ausgang zu finden und schrie sich dabei die Seele bis zur Erschöpfung aus dem Leib. Draußen suchten alle Bediensteten bis spät in die Nacht hinein den Garten und den angrenzenden Wald ab.
Luise, Schwester von Male lag weinend in ihrem Bett. Die Mutter tot, der Vater auf Reisen und ihr kleiner Bruder verschwunden. Ein Gefühl des Alleinseins auf dieser Welt machte sich in ihren jungen Körper breit.
Am dritten Tag kroch im Südflügel vor Erschöpfung  ein kleiner Junge in das ehemalige Schlafzimmer seiner Mutter und sackte an der Stelle zu Boden, wo früher das Bett stand.

Als der Vater heimkehrte und ihm die Tragödie zugetragen wurde brach er zusammen und erkrankte so sehr, das er nach kurzer Zeit verstarb. Er hatte in den Wochen der Abwesenheit ein Vermögen verdient und es nun der Tochter vererbt, die bis zu ihrem Tode mit 82 Jahren in diesem Schloß verbrachte. Sie hatte nie geheiratet und blieb zeitlebens alleine. Oft erinnerte sie sich an die Nacht zurück, an der ihr kleiner Bruder verschwand.
In ihren Träumen suchte sie fast jede Nacht bis zum Wahnsinn nach ihm,
und das ein Leben lang.

Nach ihrem Tode war das Anwesend mehr als 100 Jahre verweist bis ein Lord es kaufte und es wieder komplett zugänglich machen ließ. Bei den Bauarbeiten fand man am Boden des ehemaligen Schlafgemach  die sterblichen Überreste eines zusammenkauerndes Kindes. Der Lord ließ für den Jungen im Park ein schönes Grab herrichten. Eingerahmt von einen kleinen Zaun, in dem ein zarte Tür ohne Schloß eingearbeitet wurde. Nie kommt hier einer vorbei und trotzdem steht das kleine Türchen, wenn das Tageslicht sich dem Ende neigt offen, am Morgen man es wieder verschlossen erblickt. Noch heute hört man zum Sonnenuntergang die Stimmen der Kinder. Luise ruft ihren Bruder Male, der wie ein Blitz durch die Zimmer läuft. Er hinterläßt eine Spur von geschlossenen Türen.
In diesen Nächten lassen sich die Türen im ganzen Südflügel nicht öffnen und im Garten hört man ein Mädchen den Namen Male rufen.



 
 
 
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